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“Und was machst du?” – die Horrorfrage für Scanner

"Und was machst du?" - die Horrorfrage für Scanner

Darum geht’s: Warum ist diese Frage so verdammt kompliziert? ✔ Variante 1: Du zählst alles auf ✔ Variante 2: Du stellst dich als Multipreneur vor oder findest einen Oberbegriff ✔ Variante 3: Du nennst nur ein Projekt/ Geschäft ✔


Kennst du solche Situationen auch?

Du bist auf einer Veranstaltung und knüpfst die ersten Kontakte. Während ihr im Gespräch zunächst Daten wie Name und Herkunft austauscht, beginnt dein Gegenüber über seinen Job zu sprechen. Du lauschst aufmerksam, aber ein kleines Stimmchen in dir flüstert: “Gleich ist es soweit. Er/ Sie fragt …”. Und noch ehe du weiter darüber sinnieren kannst, sieht dich dein Gesprächspartner neugierig an und fragt: “Und was machst du?”.

Obwohl ich diese Situation schon hundertmal erlebt habe, erschrecke ich trotzdem jedes Mal kurz. Ja äh …. was mache ich eigentlich?

Warum ist diese Frage so verdammt kompliziert?

Weil manche Menschen darauf nicht nur eine Antwort haben. Wer Bürokauffrau, Tischler oder Fashionbloggerin ist, hat nur eine Option und kann diese einfach nennen. Multipreneure haben allerdings mehrere Projekte/ Unternehmen und kommen dadurch schnell in die Bedrängnis, nicht zu wissen, was sie nun antworten sollen.

Woher das kommt? Obwohl es so unglaublich toll ist, vielseitig zu sein, leiden vielbegabte Menschen oft darunter. Unsere Gesellschaft denkt leider oft, dass ein Experte nur ein Thema richtig gut beherrschen kann. Multipreneure haben allerdings mehrere geschäftliche Vorhaben und wirken dadurch auf andere schnell wie “Allesmacher, aber Nichtskönner” oder undiszipliniert.

Aber zurück zur Frage “Und was machst du?”. Wie versprochen möchte ich dir jetzt drei Möglichkeiten mit auf den Weg geben, wie du reagieren kannst.

Variante 1: Du zählst alles auf

“Und was machst du?”. “Oh du, das ist eine ganze Menge. Ich führe …, dann betreue ich noch … ach ja und … mache ich auch noch!”

Ist dir egal, dass dein Gegenüber dich vielleicht gleich seltsam ansehen könnte? Herzlichen Glückwunsch – das finde ich echt cool. Greensmilies.com Im Ernst! Denn in den meisten Fällen ergeben sich daraus Nachfragen und das Gespräch kommt ins Rollen. Hin und wieder wirkt es zwar so, als wären wir für unseren Gesprächspartner ein Paradiesvogel – aber das kann wirklich amüsant sein.

Leider gibt es manchmal Menschen, die darauf negativ reagieren. Für negativ-angehauchte Fragen wie

  • “Aha, und was machst du davon richtig?” oder
  • “Oh, ganz schön viel, ne?”

Ja,  das habe ich wirklich schon erlebt und es war nicht lieb gemeint. Greensmilies.comDaher bin ich persönlich davon abgegangen diese Variante zu nutzen.

Variante 2: Du stellst dich als Multipreneur vor oder findest einen Oberbegriff

Falls du Angst vor der Reaktion deines Gesprächspartners hast, kannst du das Ganze abkürzen, indem du “schwammige” Formulierungen nutzt.

“Und was machst du?”.

  • “Ich bin im Bereich Online-Marketing tätig”
  • “Ich bin Künstlerin.”
  • “Ich bin Unternehmerin und betreibe mehrere Geschäfte im Bereich …”

Als Online-Marketerin kannst du ohne dich zu rechtfertigen 100 Webseiten betreiben. Oder als Künstlerin ist völlig legitim zu malen, singen oder bildhauen. Wenn dein Gegenüber mehr darüber wissen will, wird er nachfragen. Ansonsten bist du im Gedächtnis so abgespeichert, wie du dich vorgestellt hast.

Variante 3: Du nennst nur ein Projekt/ Geschäft

Der Nachteil an Oberbegriffen wie “Online-Marketing” ist, dass sie alles und nichts aussagen. Daher folgt nun meine Lieblings-Variante:

“Und was machst du?”. “Ich bin …”

… ist in diesem Fall etwas, das meinem Gegenüber etwas sagen sollte und womit er etwas anfangen kann. Ich nenne also nur eine Tätigkeit, die im Kontext des Gespräches bzw. der Veranstaltung am relevantesten ist.

Während ich beispielsweise bei privaten Veranstaltungen von meiner Arbeit als Dozentin oder Redakteurin erzähle, stelle ich mich auf Business-Veranstaltungen entweder als Dozentin/ Expertin für Aus- & Weiterbildungspädagogik oder für Online-Kurse vor.

Um eine geeignete Wahl zu treffen ist allerdings wichtig, dass ich meinem Gegenüber genau zuhöre. Wer ist er und was macht er? Während einen Bänker wahrscheinlich vorrangig interessiert, dass ich seine Mitarbeiter auf die Ausbildereignungsprüfung vorbereiten könnte, begeistert einen selbstständigen Coach eher, dass ich Online-Kurse erstelle und anderen dabei helfe, damit ihr Geld zu verdienen.


Mit Variante 3 habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Was antwortest du auf die Frage “Und was machst du?” Schreibs mir in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Antwort!



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